VEREIN(T) GEGEN RECHTS

In vielen Fanszenen gibt es Konflikte mit rechten Hooligans. Die rechte Gewalt in und um die Fankurven ist allerdings nur die sichtbare Oberfläche unterschiedlicher Diskriminierungsformen. Vereine und Verbände reagieren oft planlos.

Von: Pavel Brunßen

Im September 2013 wurde die Gruppe »Ultras Braunschweig« im Rahmen des Auswärtspiels in Mönchengladbach von rechten Hooligans im Gästeblock bedrängt, beleidigt und angegriffen. »Ultras Braunschweig« verließ daraufhin den Bereich der Eintracht-Fans. Unterstützung für die antirassistischen Ultras gab es kaum und auch der Verein stellte sich anschließend nicht hinter die Angegriffenen, sondern verbot ihnen das Auftreten als Gruppe im Stadion. Eine eindeutige Verurteilung der Angriffe und der dabei gefallenen Parolen wie »Traut euch doch mal, ihr scheiß Zecken« oder »Kommt doch her, ihr Fotzen« blieb hingegen aus. Auch in Städten wie Aachen, Duisburg oder Essen kommt es vermehrt zu Konflikten, bei denen rechte Hooligans durch Bedrohung und Gewalt auftreten. Viele Vereine bagatellisieren das Problem, wollen Ruhe im Vereinsumfeld. Andere Vereine unterstützen antirassistisches Engagement aus der Fanszene. Was können Vereine und Verbände, vor allem der DFB, eigentlich gegen Diskriminierung und rechte Gewalt im Stadionumfeld tun?

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